„Kolumbus-Kids“ schicken Wetterballons in die Stratosphäre

24.06.2019

Beim Projekt „Kolumbus-Kids“ ging es in diesem Jahr hoch hinaus: Am Mittwoch, 19. Juni, haben die Teilnehmenden zwei Wetterballons in die Stratosphäre geschickt – in bis zu 40.000 Meter Höhe. „Kolumbus-Kids“ ist ein Projekt des Osthushenrich-Zentrums für Hochbegabungsforschung an der Fakultät für Biologie und fördert naturwissenschaftlich interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler. Die Osthushenrich-Stiftung unterstützt das Projekt sowie das Zentrum. Mit dem Stratosphärenflug haben die Kinder und Jugendlichen verschiedene naturwissenschaftliche Phänomene und Besonderheiten untersucht.

„Wir wollen Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftliches Arbeiten und Forschen begeistern. Deswegen sind unsere Kurse sehr praxisorientiert“, sagt Professor Dr. Claas Wegner von der Universität Bielefeld, der das Osthushenrich-Zentrum leitet und „Kolumbus-Kids“ ins Leben gerufen hat. Praxis war auch in diesem Jahr wichtig: Die Experimente und Messungen, die mit den Wetterballons in den Himmel geschickt wurden, haben die Teilnehmenden eigenständig geplant – zum Beispiel zu Umgebungsdruck oder Temperatur. „Die Schülerinnen und Schüler haben in ihren Kursen interessante Zusammenhänge recherchiert und schließlich Hypothesen aufgestellt, die dann mit den Daten aus den Wetterballons überprüft werden konnten“, sagt Wegner.

Rund 450 Gäste trafen sich auf der Rasenfläche der Universität, um den Start von zwei Wetterballons mitzuerleben. Foto: Universität Bielefeld

„Kolumbus-Kids“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I. Studierende der Universität Bielefeld konzipieren, unterrichten und evaluieren die Kurseinheiten in unterschiedlichen Veranstaltungen und Modulen. „Dadurch kombinieren wir die Ausbildung von Lehramtsstudierenden mit der Förderung naturwissenschaftlich interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler“, so Wegner.

Der Stratosphärenflug bildete den Höhepunkt der diesjährigen Kurse. Rund 450 Teilnehmende – etwa 150 Kinder und ihre Familien – waren bei der Veranstaltung in der Nähe der Konsequenz/Morgenbreede vor Ort.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite zum Projekt.