Intelligente Assistenz in der Ausbildung

11.09.2020

Sechs Projekte Projekte zur Weiterentwicklung des Spitzenclusters Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe (it‘s OWL) hat ein unabhängiges Gutachtergremium als Teil einer Ausschreibung des Landes NRW ausgewählt. In den Projekten entwickeln 17 Unternehmen und fünf Forschungseinrichtungen gemeinsam Ansätze und Lösungen für die Produktion der Zukunft. Das Forschungsinstitut CoR-Lab der Universität Bielefeld ist an dem Projekt „Intelligente Assistenz für die technische Ausbildung“ (iAtA) beteiligt.

Die jetzt ausgewählten sechs Projekte starten voraussichtlich im März 2021 und haben ein Gesamtvolumen von 9,2 Mio. Euro. Das Land NRW plant, die Vorhaben mit Mitteln in Höhe von bis zu 4,9 Mio. Euro zu fördern.

In dem neuen Projekt iAtA entwickeln der Organisationspychologe Professor Dr. Günter W. Maier, der Informatiker Dr.-Ing. Sebastian Wrede und die Bildungspsycholog*innen Professorin Dr. Kirsten Berthold und Dr. Markus Hefter zusammen mit den Partnern digitale Assistenzsysteme.

In dem Projekt geht es darum, neu erworbenes Wissen in der Ausbildung direkt an einer Werkzeugmaschine oder bei der Montage anwenden zu können. Möglich macht dies ein Extended-Reality-Assistenzsystem (XR). XR-basierte Systeme unterstützen Nutzer, indem in Echtzeit Informationen in das Blickfeld der Mitarbeiter eingeblendet und akustisch ergänzt werden können.

Digitale Assistenzsysteme haben sich bereits in einigen Unternehmensbereichen, zum Beispiel in der Wartung und Instandhaltung, etabliert. Nun sollen sie die Ausbildung in Unternehmen verbessern. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten, Nachwuchskräfte fit für digitale Technologien zu machen.

Die Forschungspartner der Universität Bielefeld und des Fraunhofer IOSB-INA (Lemgo) arbeiten hierfür mit den beteiligten Praxispartnern Miele, Böllhoff und Phoenix Contact sowie dem Aktionszentrum Multi Media eng zusammen.

Was ist zu bedenken, wenn Menschen mit smarten Maschinen zusammenarbeiten? Der Psychologie-Professor Dr. Günter Maier im Interview zu „Arbeit 4.0“.