Wie smarte Produkte Unternehmen herausfordern

20.08.2019

Von der vernetzten Waschmaschine bis zum Fitness-Tracker: Smarte Produkte und Dienstleistungen spielen eine immer größere Rolle. Für Unternehmen ergeben sich daraus besondere Herausforderungen in fast allen Unternehmensbereichen. Mit diesen Herausforderungen beschäftigt sich am 22. und 23. August erstmalig die Konferenz „Challenges in Managing Smart Products and Services“ (CHIMSPAS). Veranstaltet wird sie vom Institut für Technologische Innovation, Marktentwicklung und Entrepeneurship (iTIME) der Universität Bielefeld. Juniorprofessorin Dr. Nicola Bilstein und Professor Dr. Christian Stummer von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften organisieren die Konferenz.

„Smarte Produkte werden auf Tagungen entweder sehr spezifisch aus der Perspektive der jeweiligen Teildisziplin wie zum Beispiel Technologiemanagement oder Marketing diskutiert, oder es geht ausschließlich um die technische Umsetzung und Anwendung. Auf unserer Konferenz wollen wir uns daher explizit mit dem Management dieser Produkte in seiner ganzen Breite beschäftigen“, sagt Bilstein. „Das betrifft ganz unterschiedliche Bereiche wie zum Beispiel Personalmanagement, Marketing oder Supply Chain Management, aber auch Disziplinen außerhalb der BWL, wie die Rechts- oder Ingenieurswissenschaften. Die Konferenz stellt eine interdisziplinäre Plattform bereit, damit sich die verschiedenen Akteurinnen und Akteure treffen und vernetzen können“, ergänzt Stummer.

An der Konferenz nehmen internationale Forschende teil, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Praxis. Direkt zu Beginn der Konferenz geht es etwa um die Herausforderungen, die sich Unternehmen wie Miele stellen, wenn sich ihre traditionellen Produkte zu intelligenten entwickeln. „Bei smarten Produkten verschwimmt der Unterschied zwischen Sachgütern und Dienstleistungen: Eine intelligente Waschmaschine, die automatisch erkennt, dass das Waschpulver zur Neige geht und entsprechend reagiert, erfüllt plötzlich Dienstleistungsfunktionen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Vermarktung dieser Produkte, sondern auch auf das Personal – etwa weil Beschäftigte andere Kundenanfragen beantworten müssen“, sagt Bilstein.

Weitere Vorträge beschäftigen sich damit, wie autonom Fahrzeuge sein sollten, welche Faktoren bedingen, dass Kundinnen und Kunden Smart-Home-Technologien vertrauen, oder welche Rolle Sicherheitsbedenken bei der Akzeptanz intelligenter Produkte spielen. Die Konferenz findet am 22. und 23. August im CITEC-Gebäude der Universität Bielefeld statt. Zusätzliche Informationen gibt es auf der Webseite der Konferenz.