Konferenz

Die schalldichte Kammer: Aufbau und Rezeption der Stille in Sprache, Literatur und Geschichte

01.10.2020 - 02.10.2020
14:30 – 18:30
ZiF – Zentrum für interdisziplinäre Forschung

Stille wurde im westlichen Denken über Jahrhunderte als nebensächlich, neutral oder als simpler Bestandteil von Ritualen verstanden, und ihr wurde keine große Beachtung geschenkt. Dies änderte sich ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und Wissenschaftler*innen verstehen Stille deshalb heute nicht mehr als eine passive Lücke zwischen Aussagen, als einen unbeabsichtigten Bestandteil von verfehlter Kommunikation oder als eine erfahrbare Bedingung von Meditation und Gebet. Stille wird vielmehr untersucht als ein Ausdruck von Macht, als eine historische Veränderung in der Position des Subjekts, als ein essentieller Bestandteil in der Organisation von Diskursen und der Steuerung interpersonaler Beziehungen in Konversationen. Forschung über Stille ist daher in verschiedenen Disziplinen verbreitet, verläuft dort aber recht isoliert voneinander. In diesem Workshop sollen verschiedene Aspekte von Stille durch die Perspektiven der Disziplinen Geschichtswissenschaft, (Sozio)Linguistik und Literaturwissenschaft betrachtet werden.

 

Geleitet wird die englischsprachige Tagung von der Linguistin Marion Schulte und der Amerikanistin Mahshid Mayar (beide U Bielefeld). Die Veranstaltung findet als Videokonferenz statt – bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Veranstaltungsleitung: marion.schulte@uni-bielefeld.de

Kontakt

  • Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)


ZiF – Zentrum für interdisziplinäre Forschung
Raum:


Zielgruppe:
Lehrende, Studierende, Wissenschaftler*innen

Öffentlichkeit:
hausöffentlich

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