Jubiläum, Konferenz

Die theoretische Universität im Zeitalter der Daten

Haben sich die großen Theorien überlebt?

Fr 15.11.2019
08:30 – 19:30
Universitätshauptgebäude (UHG)

Der Soziologe Helmut Schelsky entwickelte vor über 50 Jahren den Plan einer „theoretischen Universität“ und legte so den ideellen Grundstein für die Reformuniversität Bielefeld. Mit dem Titel der Konferenz erinnern wir an die Gründungsgeschichte der Universität und fragen danach, ob in Zeiten von „Big Data“ quer durch alle Disziplinen eine Theorieskepsis oder gar eine Theoriemüdigkeit eingetreten sind. Entgleitet uns die Welt oder benötigen wir neue Theorien, um aktuelle und zukünftige empirische Herausforderungen zu meistern?

Leitfragen der Konferenz:

  • Sind große Theorien zu einem Ende gekommen? Brauchen wir neue Theorien oder sollen wir uns mit Theorien mittlerer Reichweite begnügen?
  • Was gilt überhaupt als Theorie in spezifischen Disziplinen? Wie umfassend ist ihr Geltungsanspruch?
  • Wie reagieren Theorien auf die rasant wachsenden Datenmengen und die zunehmenden Möglichkeiten der Informationstechnologie im weitesten Sinne?
  • Welche Auswirkungen hat die Ökonomisierung der Wissenschaften auf den Status von Theorien in unterschiedlichen Disziplinen? Wird die Theorie befördert, weil sie günstiger erscheint als kostspielige Experimente? Wird Theorie als Unterthema der Methodendiskussion verstanden? Oder wird die Notwendigkeit der Beschäftigung mit Theorie um ihrer selbst willen als überflüssig angesehen?

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Universitätshauptgebäude (UHG)
Raum:


Zielgruppe:
Studierende, wiss. Nachwuchs, Wissenschaftler_innen

Öffentlichkeit:
hausöffentlich

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