Diskussion, Vortrag

Lectures For Future: Der Mensch in einer begrenzten Umwelt

Manche mögen's heiß

Di 10.12.2019
18:00 – 20:00
Universität Bielefeld

Wie die Erderwärmung eine globale Ausbreitung invasiver Aliens in Gang gesetzt hat

Dr. Tom Steinlein, Universität Bielefeld

Lange Zeit waren Städte Hotspots gebietsfremder Arten. Von dort konnten sich einige wenige Aliens nach der Eingewöhnung auch ins Umland wagen. Mit dem Klimawandel steigt das Invasionspotential nicht-heimischer Arten und Städte werden immer mehr zu Ausbreitungszentren von Exoten in die freie Landschaft. Aber: Klimawandel betrifft alle (Arten)! Aliens haben jedoch meist eine hohe Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen (Hitze, Trockenheit) und ihr Ausbreitungspotential ist enorm. So werden in Zukunft bei uns in Deutschland Probleme mit der hochallergenen Ambrosie, oder der Tigermücke (mit gefährlichen Krankheiten im Gepäck) zum Alltag gehören. In der Natur werden wir uns demnächst am Anblick von Hanfpalmen, Paulownien, Götterbäumen oder Halsbandsittichen erfreuen können und Städtplaner haben schon Ersatzbäume aus Übersee im Gepäck mit denen sie den sich verändernden Bedingungen in unseren Städten begegnen wollen. Jedoch: beide Prozesse sowohl der Klimawandel als auch die Ausbreitung gebietsfremder Arten haben unterschiedliche Ursachen. Sie sind hochkomplex und dynamisch und hängen nicht 1:1 voneinander ab. 

Kontakt

  • Anne-Kathrin Warzecha
  • Eleonora Rohland
  • Matthias Schmidt-Rubart
ak.warzecha@uni-bielefeld.de

Universität Bielefeld
Raum:
H5 (UHG)

Zielgruppe:
alle

Öffentlichkeit:
öffentlich