Vorlesung, Vortrag

Prof. Dr. Martin Carrier: Wissenschaft und die Bewältigung künftiger Herausforderungen

Forum Offene Wissenschaft

Mo 03.06.2019
18:00 – 20:00
Universitätshauptgebäude (UHG)

Wie lernen Gesellschaften für die Zukunft? Was trägt Wissenschaft dazu bei?

Im Jubiläumsjahr der Universität Bielefeld versucht auch das Forum Offene Wissenschaft (FOW) eine Art Bilanz: In den letzten Jahren hat das FOW  wiederholt und mit großem Echo Veranstaltungsreihen zu Fragen durchgeführt, die sich auf die Zukunft unserer Gesellschaft – Zukunft der Demokratie, Europas, des Kapitalismus oder gar des homo sapiens – richteten oder Gefährdungen unserer gegenwärtigen Praxis wie soziale Ungleichheit, Umweltverschleiß oder Klimawandel thematisierten. Sie mündeten immer wieder in die Einsicht, dass unsere Gesellschaft gründlich umlernen müsste, um noch rechtzeitig sonst drohenden katastrophalen Entwicklungen zuvor zu kommen und wünschenswerte wahrscheinlicher zu machen. Eine „große Transformation“ wird darum gefordert. Aber können Gesellschaften überhaupt so vorher, antizipatorisch, lernen und nicht immer nur nachher, reaktiv? Und wenn ja, wie?

Kann man überhaupt von einem Lernen von Gesellschaften sprechen? In welchem Sinne?

Das ist die Frage, der sich das FOW im Sommersemester 2019 stellen möchte. Um ihrer Beantwortung näher zu kommen, sollen einerseits die großen Herausforderungen vor Augen geführt werden, die ein Umlernen nötig machen; andererseits soll an einigen historischen Beispielen – Geschlechterverhältnis, Einhegung des Krieges, Einstellungen zur Medizin – gezeigt werden, dass in einem gewissen Maße solche gesellschaftlichen Lernprozesse möglich und welche Akteure und Faktoren dabei wirksam waren. Besonderes Interesse gilt dabei – passend zu einem Universitätsjubiläum – auch der Frage, was und wie weit Wissenschaft zum Umlernen der Gesellschaft beigetragen hat bzw. beitragen kann – oder wie sie sich dafür ihrerseits wandeln müsste.

Zur Behandlung dieser Themen hat das Forum Offene Wissenschaft wieder ausgewiesene Experten aus der Bielefelder Universität und von auswärts gewinnen können. Die fächerübergreifende Arbeitsgruppe, die es organisiert, führt damit, wie jetzt schon seit über 20 Jahren, die Zielsetzung fort, ein wissenschaftlich, politisch und kulturell gleichermaßen wichtiges Thema aus der Sicht verschiedener Disziplinen und/oder Berufe zu beleuchten und damit ein die Fächer und Sparten übergreifendes Nachdenken und Gespräch anzuregen.

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Mit Unterstützung der Universitätsgesellschaft Bielefeld, Freunde und Förderer der Universität Bielefeld e.V. und in Zusammenarbeit mit der Kontaktstelle Wissenschaftliche Weiterbildung

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